Von Alpenträumen in Kissenbergen und Deckentälern


Ein schlichtes Schlafzimmer kann mit ein paar geschickten Tricks an einen Sommertag in den Alpen erinnern – träumen wir uns mit Phantasie zurück auf die Alpenwiese!

Ein schlichtes Schlafzimmer kann mit ein paar geschickten Tricks an einen Sommertag in den Alpen erinnern – träumen wir uns mit Phantasie zurück auf die Alpenwiese! Und in der Traumwelt erinnern wir uns an den Duft der Blumen, hören das Plätschern eines Baches und in der Ferne die Kuhglocken. Wir bewundern das Spiegelbild der Berge in einem klaren Bergsee und spüren den lauen Luftzug. Was für eine entspannende Atmosphäre, die sogar in einer schlichten Stadtwohnung mit wenigen Handgriffen umgesetzt werden kann.

Das Schlafzimmer als schlichter Raum beginnt mit der Wandfarbe

Das Schlafzimmer, das mit wenigen Handgriffen umgestaltet werden soll, ist glücklicherweise sehr schlicht und clean gehalten: die Wände erinnern in einem schlichten Hellblau an einen hellen Sommerhimmel, einen schimmernden Gletscher oder eisblaues Wasser. Man sollte überhaupt im Schlafzimmer darauf achten, die Farben eher zurückhaltend zu wählen. Man muss dazu gar nicht Feng Shui bemühen, um zu verstehen, dass eine rote Wand eher Alpträume als Alpenträume hervorrufen wird. Bevor Ihr alle anfangt zu streichen, hier auf yooyama werden wir uns bald sehr viel mehr den Farben in einem Raum und ihrer Wirkung widmen. Bitte wartet also noch damit! 

Schlafzimmermöbel – basic

Das absolute Basic im Schlafzimmer ist das Bett. Hier sollte man eher schlichte Möbel verwenden, die man immer wieder neu einsetzen kann. Es lohnt sich nicht, immer direkt alle Möbel zu entfernen, nur weil man im LoLa Regler von Lo zu La wechseln möchte. Oder eben umgekehrt. Eine tolle Lösung ist auch ein gepolsterter Bettkopf, den man an der Wand befestigt. Man kann die Bezüge austauschen und damit schnell ein neues Gefühl vermitteln, sich für Loft oder Landhaus entscheiden zu müssen. Dann ist auch ein einfacher Bettkasten vollkommen ausreichend. Schöne Betthussen findet man inzwischen in jedem Wäschegeschäft – oder man bezieht das Bett selbst mit Stoff. Dazu braucht es nur etwas Schaumstoff, einen hübschen Stoff und einen Wandtacker. Aber das erklären wir ein anderes Mal, denn heute ist der Fokus auf dem Alpentrick.

Bei der Bettwäsche haben wir uns für eine schlichte weiße Leinenbettwäsche entschieden, die mit wenigen farbigen Kissen in Kontrast gesetzt werden kann. Hier sollte nicht übertrieben werden. Natürlich gibt es tolle karierte Bettwäsche bei Manufactum, aber was soll man dann damit machen, wenn man sein Schlafzimmer plötzlich im Art Deco haben will. Ein einzelnes Kissen ist da manchmal schon ausreichend und so schön schnell wieder austauschbar. 

Die besonderen Möbel – das Nachttischchen

Das Nachttischchen, das ist ohnehin immer eine Katastrophe. Die praktischen mit Schublade oder kleiner Schranktür sind zumeist hässlich. Da müssen wir uns doch nichts vormachen. Es gibt schlichte Modelle, aber die wirken doch auch recht pappig. Aber wozu nutzen wir den Stauraum am Bett überhaupt? Muss es wirklich ein ganzer Schrank sein? Und dann, nur weil man den perfekten nicht gefunden hat, zudem ein hässlicher?

Wir sagen ganz klar: Nein!

Nennen wir es einfach Nachttischchen

Als Nachttischchen kann man eigentlich alles benutzen, das eine ausreichende Höhe hat und eine ebene Ablagefläche für Bücher, Mobiltelefone, Taschentücher und was man sonst so braucht. Schokolade mag zwar ungesund sein, es gibt aber Phasen … wie auch immer 😉

Für den Alpenstil haben wir einfach zwei alte Stabellen genommen, das sind eigentlich Vorformen der heutigen Klappstühle, weil man sie einfach auseinander bauen kann. Man entfernt die Beine und die kleinen Zapfen, die die Rückenlehne befestigen, und schon besteht das ganze nur noch aus Brettern und Rundhölzern. Wenn man die Stabellen wieder zusammensetzt, muss man vor allem die Beine sehr vorsichtig drehen, damit sie wieder richtig sitzen und die Sitzfläche eine Ebene ohne Loch ist. Mit ein bisschen Geschick ist das aber auch sehr gut umsetzbar. Und was viel wichtiger ist: es werden weder Leim noch Nägel oder Schrauben verwendet. Das Ganze hält einfach so. 

Die Stabelle wird zu Unrecht wie ein Stiefkind behandelt

Viele denken bei Stabellen an bayrische Wirtshäuser und Brotzeitplatten – das ist auch gar nicht unbedingt falsch. Aber wir lassen einfach die Hirschgeweihe und die Schuhplattlermusik weg, und schon wirkt es gar nicht mehr so bäuerlich. Einen entscheidenden Vorteil haben Stabellen nämlich im Vergleich zu vielen anderen Stühlen. Die Sitzfläche ist total eben und damit wunderbar als Ablage nutzbar!

Wem die Holzfarbe zu rustikal erscheint, kann die Stabelle auch beispielsweise in der Wandfarbe leicht lasieren, damit zwar noch die Holzstruktur durchscheint, das Möbel selbst aber weniger aufdringlich wirkt. Wir finden in der Mischung aus Hellblau und Weiß die Holzfarbe sehr angenehm, weil sie zusätzlich Wärme gibt. Aber zum Thema Farben gibt es wie gesagt bald mehr an dieser Stelle!

Tisch und Bett – ein bisschen zu basic?

Jetzt braucht man nur noch wenige Dekorationsobjekte, mit denen man sich die Alpen ins Schlafzimmer holt. Weiteres Holz eignet sich sehr gut, vor allem in Form von kleinen Schalen und Dosen. Damit kann man die fehlenden Schubladen, die klassische Nachtschränkchen haben, ersetzen. Für Schmuck, Manschettenknöpfe, Kragenstäbchen und die diversen Kleinigkeiten, die man sonst gerne in Bettnähe aufbewahrt. Und weil Stabellen eine so große Sitzfläche haben, gibt es auch noch ausreichend Platz für die Bettlektüre und sogar ein Glas Wasser. 

Und dann brauchen wir nur noch Accessoires für die Seele. Wir haben uns für einen hübschen Granit entschieden, den wir mal auf einer Wanderung eingesteckt haben, sowie das kleine gold gerahmte Alpenbild, das wir in dieser Woche schon als “Catch of the Day” gezeigt haben. Eigentlich ist uns nur durch dieses Bild die Idee gekommen, das Schlafzimmer ein wenig alpiner zu gestalten. 

Bilder wie diese findet man häufig bei kleinen Trödlern oder auf dem Dachboden. Unsere Großeltern hatten doch fast alle solche Bilder! 

Wem das kleine Ölbild aber zu abgestanden wirkt, der kann auch wunderbar großflächige Fotos in schönen Holzrahmen mit Passepartout aufhängen. Weil besonders große Bilder von Bergpanoramen in einem goldenen Rahmen schwer wirken, ist ein Foto manchmal leichter und unterstreicht damit den urbanen Charakter eines Alpenschlafzimmers. Man muss ja nicht unbedingt seine ganze Wohnung holzvertäfeln. 

Dufte Sachen

Bei der ganzen Suche nach einer Idee, wie man den Alpencharme einfach umsetzen kann, ist mir schnell aufgefallen, dass Duft eine sehr große Rolle spielt. Es gibt tatsächlich Raumdüfte, die sozusagen eine abgefüllte Alpenwelt sind, mit einem Hauch – ja ich weiß, es klingt wie Omas Saunaaufguss – Latschenkiefer etwa. Nicht selten sind diese aber leider in nicht unbedingt wirklich hübschen Flaschen. Also habe ich das Duftöl in ein altes Apothekenglas umgefüllt und die Diffusorstäbchen hineingesteckt. Auch kann man die hässlichen Flaschen mit kleinen Vasen oder Tontöpfen kaschieren, wie etwa beim Vogelkäfig.

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