Möbel

So sieht man sich wieder …

Vor wirklich langer Zeit gab es für reisende Einzelpersonen eine tolle Möglichkeit nach Sylt zu kommen. Es brauchte ein wenig Flexibilität (also für Studenten, wie ich damals einer war, perfekt geeignet), und dann konnte man wirklich preiswert nach Sylt fliegen. Viel preiswerter als mit der Bahn oder etwas mit dem eigenen Auto. Der Trick aus Düsseldorfer Sicht war eine telefonische Buchung bei der Luftfahrtgesellschaft Walter. Man erhielt erst am Flughafen ein Ticket (Nein, damals gab es noch keine Handytickets!!! Das war so sehr „Odyssee im Weltraum“!!!!) und dieses Ticket war nicht nur eingeschweißt, sondern die beiden Teile, die es damals noch gab, wurden nach jedem Flug auch wieder mit Tesafilm zusammengeklebt. DAS WAR KOSTENREDUKTION!!! Auch für das Klopapier musste man nicht zahlen (ist das eigentlich jemals eingeführt worden?!?), ich kann mich nämlich nicht daran erinnern, dass es in diesen Maschinen eine Bordtoilette gab.

Die Sandwiches wurden von hinten nach vorne durchgereicht und es gab nur einen Piloten, der immer mal wieder den Kopf durch den Vorhang steckte und sagte „Jetzt gucken Sie doch mal raus, da ist das Wattenmeer!“ … „Jetzt nicht alle auf die rechte Seite gehen, da unten ist Hamburg!“ … „Wir fliegen mal eben eine kleine Kurve, dann sehen Sie noch Bielefeld!“. Da hat er uns vielleicht betuppt, das gibt es ja gar nicht.  Mein totales Highlight war aber einmal beim Hochschrauben in starkem Wind „Ahhh, das war knapp, da haben wir fast am Kühlturm gekratzt!“

Es war eben alles ein bisschen familiärer! Ich bin mehrfach mit diesem Piloten geflogen und der Mann war die Wucht!!!

O Tempora, o mores

Inzwischen gehört sie zu Air Berlin und nichts erinnert mehr an die wunderbar kleinen Propellermaschinen im psychedelischen Look der 70er Jahre. Genau … große Muster, in Orange. Also sehr große Muster und alles sehr Orange! Und Rot. Irgendwie wie Prilblumen. Das ist aber alles, was man vorher wissen muss. Und sollte jemand noch ein günstiges Ticket für einen Flug nach Sylt buchen wollen, diese Möglichkeit gibt es leider nicht mehr …

Und wo gab es dann das Wiedersehen?

Jetzt ist die Geschichte nämlich schon wieder im Heute und in unserem kleinen Laden in der Düsseldorfer Carlstadt angekommen. Ein Herr kommt in unseren Laden und betrachtet sehr lange unsere bordbars, die wir immer im Fenster stehen haben. Das ist ein sehr alltägliches Vergnügen, beobachten zu können, sie lieben die Trolleys, aber die Funktionsweise des Verschlusses verschließt sich ihnen gänzlich. *Rüttel* „Darf ich Ihnen helfen?“ … „Da scheint etwas zu klemmen!“ Standardantwort eines überforderten Männchens in der freien Shopping-Wildbahn. Dabei ist der Verschluss wirklich idiotensicher, aber vielleicht ist das genau das Problem! 

Verzeihung … ein Scherz … 

Der Mann ließ irgendwann von der bordbar ab und sagte dann, er suche eigentlich etwas zum 15. Hochzeitstag für seine Frau – Schmuck gibt es ja eigentlich nebenan, aber er wollte etwas, was irgendwie an die Hochzeit erinnern sollte. Vielleicht etwas Maritimes, meinte er noch und sagte dann: „Wir waren ja lediglich auf Sylt zur Hochzeitsreise, aber meine Frau sagt bis heute, wir hätten nur um Haaresbreite die Anreise überlebt, dabei sind wir mit dem Flieger nur durchgestartet!“ … Und da nahm das Schicksal seinen Lauf. „Lustig, bin ich auch einmal auf dem Weg nach Sylt, ist auch etwa 15 Jahre her, ich erinnere mich nur an den Piloten, der das ganze mit ‚Ooo-Ooohhhhoooo‘ kommentiert hat, weil ihm wahrscheinlich die Thermoskanne umgekippt ist!“ und der Herr zu mir: „Düsseldorf – Westerland mit Walter so etwa im April?“ … und da blieb mir nur ein: „Ja!“

Unverhofftes Wiedersehen ohne sich zu kennen

Und dann fragte er mich, ob ich vielleicht Japanisch sprechen würde. „Ja, ich habe es jedenfalls einmal gelernt“, ist meine ehrliche Antwort, und dann lachte er und meinte: „Meine Frau erzählt bis heute gerne die Geschichte von dem Flug und von der Tatsache, dass jemand an Bord seelenruhig Vokabeln gelernt hat, und sie macht es immer mit einer Mischung aus Verachtung und Ehrfurcht!“ Ich musste so lachen und antwortete nur: „Dann wird es ab sofort Erleichterung sein, weil ich mich auf dem ganzen stürmischen Flug wirklich aus Angst vor den ganzen Turbulenzen in dieser 13 (ausgerechnet!!!) Mann-Maschine sonst in die Hose gemacht hätte. Oder wenigstens die Fingernägel runtergeknabbert!“

Und wie kommt es dann zu einem Geschenk?

Wir tranken zusammen einen Kaffee, sprachen noch etwas über die auf dem ganzen Flug beruhigend auf vor allem die Dame hinter mir einwirkende Flugbegleiterin. Hinter mir saß nämlich eine Dame, die noch nie in ihrem Leben überhaupt in einem Flugzeug saß – und die Turbulenzen waren ab Essen etwa (also kurz nach dem Start) echt nicht zu verachten! Und dann sagte ich: „Warum schenken Sie Ihrer Frau nicht eine bordbar?“ Er schaute noch einmal in die Ecke mit den Modellen der bordbar und dann mich noch einmal an. „Ja, das ist schon keine schlechte Idee, aber das hat so gar nichts mit unserer Hochzeitsreise zu tun!“ … „Na dann, machen wir es eben zu einer bordbar, die mir Ihrer Hochzeitsreise zu tun hat!“ Er schaute mich etwas ungläubig an, aber meinte zum Abschied: „Na, dann überraschen Sie mich doch einfach noch einmal!“

Kein Problem – wir brauchen nur die Favourite Destination

Ab sofort machen wir aus einer normalen bordbar mit einer kleinen Geschichte Deine individuelle bordbar. Ihr müsst Euch um nichts kümmern, Ihr bekommt eine Probezeichnung und wenn Euch alles gefällt, geht die bordbar für Euch mit Eurem persönlichen Design in Produktion. Erzählt uns die Geschichte, und wir machen für Euch die bordbar Favourite Destination auf dem body der bordbar rivet rocker + design. Ihr müsst nur entscheiden, ob die eine alte bordbar mit Flugspuren benutzt werden soll oder eine neue bordbar, und was für eine Inneneinrichtung sie braucht. Etwa vier Wochen dauert es, und schon habt Ihr ein total individuelles Möbelstück!