Frühjahrsputz 2.0


Einfach nur alles saubermachen finden wir sehr langweilig – 2015 gestalten wir direkt um. Und mit Saris Hilfe ist das alles auch gar nicht so schwer!

In jedem Jahr starten wir irgendwann im März mit dem Frühjahrsputz. Und das ist eine wirklich sehr langweilige Angelegenheit – oder macht Ihr das wirklich gerne? In Gummihandschuhen und zu überlauter Musik die Staubschichten der letzten Monate abzutragen ist nicht wirklich traumberufverdächtig, finden wir. Aaaaber, wenn man gleichzeitig ein bisschen umgestaltet, ist die Veränderung auch wirklich gut zu erkennen. Und genau das sollte man einfach mal ausnutzen. Und weil jedenfalls ich selbst handwerklich nicht wirklich sehr geschickt bin, habe ich mir von Sari erklären lassen wie man das macht. Einfach mal ein Möbelstück, das man nicht mehr sehen kann, umlackieren. Und mit ihrer Hilfe war das alles plötzlich kein Problem mehr.

Was braucht man eigentlich für den Frühjahrsputz 2.0?

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Für unseren Frühjahrsputz 2.0 haben wir uns entschieden, einen alten Nähmaschinenschrank – der übrigens schon lange von der Nähmaschine befreit wurde – farblich zu gestalten. Und zwar in zwei wunderschönen matten Lacktönen! Die Form ist großartig im Stil der 1960er Jahre, also genau das, was jetzt wiederkommt und von unseren Eltern nicht selten als vollkommen schrecklich empfunden wird. Vielleicht ist das so, wenn man die Formen noch aus der eigenen Jugend kennt.  Aber ich sollte ehrlich sein: Aufgrund fehlender Begabung hat dann doch eher Sari alles gemacht … Danke, liebe Sari! 

Wie immer ist die Vorbereitung das Wichtigste.

Zunächst einmal brauchten wir ein Möbelstück, eines, das man wirklich so nicht mehr sehen kann. Dazu sollte die Funktion aber super sein – oder auch die Form. Manchmal hängt man auch einfach nur daran. Das Möbelstück kann vollständig behandelt sein, also lackiert oder auch geölt. Hier und da gibt es auch Möbelstücke, die bereits gebeizt sind und nie mit einem Klarlack geschützt wurden. Auch das ist überhaupt kein Problem. Wir gehen jeder „Vorbehandlung“ einfach mal mit einem Schleifpapier an den Kragen. Je höher die Nummer des Schleifpapiers ist, desto feiner ist die Körnung. Meist reicht ein 120er bis 180er Schleifpapier aus.

Muss man wirklich schleifen?

Je stärker Ihr anschleift, desto besser wird die Farbe aufgenommen und desto robuster ist hinterher die Oberfläche Eures Möbelstückes. Durch die raue Oberfläche hält hinterher die Farbe viel besser. Wichtig ist aber, dass Ihr vor dem Lackieren die Oberfläche auch vom Staub befreit. Sonst hält die Farbe zwar, aber die Oberfläche wird irgendwie „bröselig“ aussehen. Jedenfalls nicht schön glatt. Und das soll es beim Lack ja nun einmal sein.

Und jetzt? Kommt jetzt die Farbe ins Spiel?

Nun ja, nicht unbedingt. Wir hatten Glück und unser Möbelstück war in einem sehr hellen Holzton. Aber es gibt auch dunkle Hölzer, und wenn man diese nun mit einer hellen Farbe überstreichen möchte, sollte man eine Grundierung auftragen. Sonst werdet Ihr immer wieder an die eigentliche Farbe des Möbels erinnert – die wird nämlich durchschlagen. Wenn die Oberfläche extrem glatt sein sollte – oder auch bei geölten Hölzern – eignet sich ein Haftgrund, danach hält wirklich alles! 

Aber jetzt! Kommt doch wohl endlich die Farbe ins Spiel, oder?

Wir wollen Lackieren! Ja, jetzt kommt endlich die Farbe ins Spiel. Und wie sie das tut. Ihr könnt einen Pinsel nehmen oder auch eine Farbrolle, das kommt ein bisschen auf das Möbelstück und Eure persönlichen Präferenz an. Die Farbrolle eignet sich natürlich vor allem bei sehr geraden Oberflächen. Je mehr gedrechselt und geschnitzt wurde, desto eher braucht man einen Pinsel. Wenn die Farbe oder der Lack wasserbasiert ist, solltet Ihr einen Kunststoffpinsel verwenden. Und auch wenn man natürlich eine strapazierfähige dicke Lackschicht haben möchte, solltet Ihr lieber nicht zu viel Farbe auf einmal auftragen. Lasst es lieber nach Herstellerangabe trocknen und streicht noch einmal komplett über das gesamte Möbelstück. Also lieber mehrere Farbschichten als übertriebenes Tränken in Farbe. Dann bilden sich nämlich fiese Lacknasen, das sind getrocknete Tropfen. Wenn die Farbe noch nicht ganz trocken ist, läuft sie von der Schwerkraft getrieben und trocknet im Laufvorgang. Es ist ein bisschen wie erkaltende Lava – und in keinem Fall wirklich schön.

Das individuelle Möbelstück – die ganz besondere Dekoration für Euer Zuhause

Ihr werdet selbstverständlich ohnehin das von Euch gestrichene Möbelstück sehr lieben. Aber es stimmt ja auch, niemand hat exakt dieses Schränkchen, es ist eben etwas ganz besonderes … und das darf man dann auch jedem erzählen!

Ihr habt keine Zeit für den Frühjahrsputz 2.0?

Wenn Sari uns ein Möbel bauen kann, kann sie das natürlich auch für Euch tun. Ein bisschen hat sie schon vorbereitet … schaut doch einfach bei uns im Shop nach. Und wenn Ihr das Geschirr schön findet, sucht einfach nach Nannina!

Ihr habt Zeit und Lust, aber braucht noch eine kleine Anleitung?

Hier haben wir die Videos von Sari einmal für Euch verlinkt, danach kann eigentlich nichts mehr schief gehen!

Und wenn Ihr doch noch selbst lackieren wollt: Ab ca. Mitte April haben wir den ältesten unabhängigen Farbenhersteller Englands für Kreideemulsion und Lack im Angebot. Die Farben fühlen sich samtweich an und sind von der obersten britischen Denkmalschutzbehörde für alle nationalen Denkmäler freigegeben. Lasst Euch überraschen!!!


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